25.11.2003
Stand der Gedanken

Wiedereinmal musste ich merken, dass die erhoften Gleichen sich nicht dort befanden, wo ich sie vermutete. Der Grund dafür ist, dass ich mir zu wenige Gedanken darüber mache, wo man suchen sollte.
Ich war bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Hochschulfinanzierung und staatliche Beteiligung. Meine Denkansätze begannen natürlich beim Thema, doch schon nach kurzer Zeit war ich durch große Gefilde von Konstruktionen geflogen, versetzte mich in die Positionen, wollte Vorteile meiner Missargumenten finden, doch war es nicht klar für mich, wie es gehen soll.

Der Grund dafür kann auf jeden Fall im Wissensstand begründet liegen, auch die Art und Weise wie ich argumentierte zeigte die Missstände um mich - doch ich will ja nicht Redner werden.
Bei der Neigung die Dinge zu abstrahieren umgehe ich viele komplizierte, unüberschaubare Beziehungen und schlage mich eben mit den für mich immer noch komplizierten Modellen herum. Ich bin mir auch bewußt, das Modelle nichts für die Realität und die Ewigkeit sind, versuche daraus folgernd diese dann oft in die Welt zu projizieren und zu hinterfragen.

Traurig fühle ich mich die schlauen Köpfe sprechen sehend, doch wollen sie ihre Lücken vertuschen und schüchtern herum, das ist schade und setzt sie leider in ihrer Qualität herab. Öfter würde ich mir das Eingestehen von Fehlern und erneutes Aufgreifen falscher Formulierungen auch während der Diskussionen wünschen, doch vielleicht verlange ich zu viel.

Eingestehen kann auch missbraucht werden, deshalb begrüße ich die Umstände, da sie sich einfach getalten und versuche realitätsnah Probleme zu suchen. Diese sehen im Moment so aus, dass ich versuche die Grundursache all dieser kleinen Probleme zu finden und es mit den mir am Herzen liegenden Menschen zu besprechen und deren Meinung einzuholen, um eventuelle Fehler in meinem Denken zu korrigieren und uns dadurch durch die Gedanken der Freunde auf einen besseren Weg zu kommen. Ich danke euch!


25.11.2003
Daseinsschwierigkeit

Ich bekomme mehr und mehr das Gefühl, das der schwierigste Teil meines Daseins sich auf die Willensstärke konzentrieren wird. Mit vielen Entscheidungen bin ich zufrieden, auch im Nachhinein. Was mir etwas Sorgen macht ist meine ständige Offenheit gegenüber neuen Problemen, ohne die gerade in Bearbeitung befindlichen zu klären. Viel zu offen sind meine Augen und Ohren wenn es darum geht jemanden zu unterstützen. Sorgfalt und Schnelligkeit sind immer wieder neu überraschend - die Zeit für die eigenen Gedanken und Aufgaben wird so kurz, dass viele davon fallen gelassen werden müssen.

Ich vertrete nichts desto trotz den Standpunkt, das jede Frage meiner einer Antwort bedarf und das es wichtig ist die Gemeinschaft zu unterstützen - auch im Kapitalismus. Ich bin zwar in dem Sinne ein Gegner des Systems, doch ist es mir nicht wie manch ähnlich denkendem Wichtig, dem System zu schaden und es zum Untergang zu bringen, weil ich denke das dies von alleine passieren wird, auch durch meine Arbeit, welche aber auf jeden Fall radikaler Natur in jeder Instanz widersprechen wird.
Ich wehre mich jedoch, unmittelbar an der Unterstützung der meinen Gedanken nicht entsprechenden Tätigkeiten zu fröhnen, wenn dieses meine eigenste Arbeit beschreiben sollen.

Auch möchte ich mich nicht bedeckt halten, ich möchte Impulse geben und versuchen auch dem krittischsten Krittiker mein Denken zu offenbaren und jeden Anlass von Fehlerfindung nutzen, um mich weiter zu verbessern. Das handeln möchte ich groß schreiben, dafür ernähre ich mich, dafür lebe ich. Meine Theorie kann am besten durch meine Praxis umgesetzt werden.

Gedanken sollen nicht finit sein, nein, die hoch gelobte Flexibilität sollte hier einmal gegeben sein, denn nicht jede schon lange bedachte Grundidee, auf welcher Handlungsprozesse basieren und daraus resultieren, muß richtig gefolgert sein. Diese Flexibilität ist nicht mit dem Verhalten eines Wendehalses gleichzusetzen, da dieser seine schnell neu entstehenden Denkstrukturen nicht begründen kann.


15.11.2003
verschenkte Zunge

Lieber einmal eine Sache zu kurz besprochen und durch Nachdenken später wieder darauf gekommen, als viel Zeit einfach nur durch inhaltsloses Sprechen zu verschenken. Ein sinnvoller Zusammenhang der Worte sagt nichts über den Sinn des Sprechens aus! Es ist schön wenn man fachlich und sachlich, schnell und emotional Diskutieren kann, doch was nützt es, wenn es keinen Sinn hat und man sein Können verschenkt hat...

Voll Traurigkeit über vergangene Stunden sehe ich Menschen vor mir reden, mit Herz und Flamme für Themen sprechen und ich verspüre großes Mitleid, mein Gesicht will sich zusammenknüllen, Tränen versuchen Kulischrift an sich zu reißen. Ich hoffe ich liege richtig, wie der Spruch:

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

15.11.2003
geblendet

Es hat mal wieder eine lange Zeit, speziell dieses Mal einen Monat und 15 Tage gedauert, bis ich realisiert habe, das meine Nachbereitung viel zu wenig Zeit bekommen hat.
Heute mich durch meine zufriedenstellenden Mitschriften arbeitend bin ich mir dessen bewußt. Eine zu komplexe Suche nach dem Grund ist hier nicht angebracht, da die Zeit genutzt werden muß, um nachzuarbeiten. Kurz angedacht ist es ein zu voller Tagesplan, welcher sich zwar abendlich mit Zufriedenheit auf Basis des vielen Tuns äußert, nur ist dieses Tun eben nicht jenes gewesen, welches den Erfolg bringen wird.

Ich freue mich auf die Zukunft und verbleibe in Hochachtung der großen Meister und deren Werke und Bewußtsein.


14.11.2003
Systematisierung

Ein Mensch, welcher seine erdachte Theorie in die Praxis umsetzen möchte, braucht mindestens doppelt so lange wie ein Mensch, welcher sich erst einmal nur für eines der beiden Möglichkeiten entschieden hat, um damit Probleme zu lösen. Ich erachte es folgernd nicht als schlimm, im Vergleich zu vielen anderen Menschen etwas langsamer des Lebens Weg zu gehen.

Wenn man weiß, das eine bestimmte Systematik etwas zu lösen nicht funktioniert, sollte man lieber etwas Zeit in die eigene Weiterbildung investieren, als seine Kraft zu verschenken. Möchte man diesem Egoismus trotzen, kann man auch Kraft dahingehend investieren, diese Systematik durch eine bessere zu ersetzen.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob eine Systematik nun funktioniert oder nicht, sollte man dies bitte vorerst herausfinden. Danke!

Praxisnah formuliert denke ein jeder einmal darüber nach, ob er weiß, was er worin macht und vor allem, ob es funktioniert. Das betrifft Vereine genauso wie Parteien oder praktizierte Demokratie.


12.11.2003
ich muß Gebühren zahlen

Wollend mit kindlicher Logik nochmals vor allen an das Problem heranzugehen, kam ich mir etwas komisch vor. Ich hatte ständig das Gefühl irgendwie eine Maske aufzuhaben und energisch einen Kampf gegen meine schlechten Eigenschaften zu führen, welche beschworen durch die neuen Freunde den Weg nach draußen, aus meinem Munde, durch meinen Kopf suchten.
Man soll den Feind mit den gleiche Waffen schlagen, nun ja, der Feind ist wohl ziemlich mächtig diesbezüglich. Die Komplexheit der Welt lässt uns viele Ansätze, darum werde ich mich bürokratieverhindernder Weise selbst an einen kleinen Ansatz machen, welchen das Abendgespräch als Resultat brachte.

Die Frage ist, warum ich dieses Gespräch überhaupt vorher eingegangen bin, die Antwort ist glaube, weil ich mehr als meinen popeligen Gedanken da draußen erhoffte und irgendwie doch gefunden habe. Die sehr anstrengenden Gespräche haben mir kleine Muster aufgeworfen, welche sich teilweise mit den meinen deckten oder sie sogar weiterentwickelten.

Ich merke wie ich den Krampf abstellen muß. Künstlich denkend wirken ist sehr anstrengend und auf Dauer nicht haltbar - es tut förmlich weh in Kopf und Mundscharnier.

Wenn ich nicht fehlerhafter Weise mich selbst immer vom logischsten Wege durch Freizügigkeit abbringen würde, könnte ich besser im Studium sein. Doch das ist es nicht was ich suche und schon seit Jahren im Gefühl habe.
Mir fällt es sehr leicht etwas für andere zu tun und mich selbst dabei zu vernachlässigen - ich hoffe es ist nicht die Hatz nach Ruhm, denn den gab es immer ein wenig. Mein ganzes Leben scheint irgendwie auf andere Welten ausgerichtet sein, wahrscheinlich ist dies aber nur eine Vermutung.


11.11.2003
wieder verkehrte Zeitplanung

Bestätigend kann und muss gesagt werden, dass der Grund für einen Verzug in Zeit und letztlich in Lernstoffaufnahme fast immer mit einer schlechten Planung zu tun hat. Es sind die spontanen Ideen und die uneingeplanten Aufgaben, für welche viel mehr Elan, Kraft und Zeit investiert werden, als ihnen zustehen.
Ich mache mir etwas vor, wenn ich sage das kann schon geplant werden, da ich ja zu Semesterbeginn bereits einen straffen Semesterablauf geplant habe. Jede weitere Einplanung von vorher nicht bedachten Umständen zehrt entweder an der Zeit für das bereits geplante oder an der Schlafenszeit.
Da die Schlafenszeit das aller wichtigste ist, da auch die Restmenge der geplanten Zeit darunter leidet, wenn keine Energie vorhanden ist, sollte man dort am wenigsten sparen, wenngleich sich dies im betreffenden Moment nicht als richtig entpuppt.

Traurig stimmt mich der Verlust von Persönlichkeit und der bei Durchhaltung oben genannter Planung der mangelnde Entfaltungsumfang. Jedoch ist dies wiederum dieses Semester bedingt (und die vier davor), da für sich selbst irgendwie keine Zeit eingeplant wurde. Das wird anders werden.


08.11.2003
Quellenprobleme

Eine Frage die mich quält ist die Sache mit den Quellenangaben. In wissenschaftlichen Dokumenten ist diese äußerst wichtig, um Inhalte auf Korrektheit und eventuelle beeinflussende Faktoren basierend auf Zugehörigkeiten und Abhängigkeiten von Geldgebern einschätzen zu können.
Doch was ist im normalen Sprachgebrauch? Schickt es sich gerade gehörte Dinge schon so in seiner Sprache zu verwenden, als seien es die eigenen Gedanken, sollte man die Quelle und den Zeitpunkt des Erwerbs dabei mit einfließen lassen, ab welchem Zeitraum kann Wissen als verstanden oder eigen betrachtet werden? - Spielt der Schlaf in diese Geschichte hinein?

Abwenden könnte man diese Diskussion, wenn man jedes Wissen was man in die Anwendung bringt selbst prüft. Leider gibt es gar viel Wissen, welches auf Grund von Alter und Territorialen Gegebenheiten keinstenfalls geprüft werden kann - wie soll damit verfahren werden, darf man darauf basierend weiterentwickeln, wen muß man fragen, wer kann dies Einschätzen...


08.11.2003
Grenzwanderung

Beim hören von Puff Daddy - Best Friend werde ich wehmütig. Ich habe heute das erstmal wieder bewußt verstanden, das das Besuchen der Übungen nun eben immer wichtig ist, auch wenn einige Wochen Studium gut funktionierten und man das Gefühl hatte die Dinge auch selbst verstehen zu können. Der Zeitaufwand die Dinge selber herzuleiten und zu entwickeln ist beiweiten höher als der Besuch der Übung.
Ich überlege ob ich einen besten Freund habe und durchfliege gedanklich bekannte liebe Freunde, fühlend, das ich niemanden eine volle Dosis Conny zumuten kann. Aber vielleicht ist das einfach nur ein zu grob gedachter Gedanke, welcher nicht die Realität wiederspiegelt.

Gestern habe ich mich nicht unter Kontrolle gehabt, trotz das mir die Gründe bewußt sind bedauere ich das zu tiefst und weiß, das ich ein großes Potential an guten Taten dadurch wieder verspielt habe. Ich darf mich über einen bestimmten Punkt hinaus nicht strapazieren, mein Körper braucht Pausen - kleine am Tage und große nach einigen Wochen.

Ich freue mich die Welt genießen zu dürfen und möchte mich noch mehr einbringen. Mehr und mehr erkenne ich meine Grenzen, schwinge mich ein und werde irgendwann zu tief ausschwingen und wieder mehr wagen können, ohne die Welt zu überbrechen. Es gibt sehr viele Dinge zu lernen, allein die materialistische Basis ist noch lange keine Umsetzung von Dingen, welche wir als Arbeit und Anstellung bezeichnen.
Das Verständnis muss in unseren Kopf bevor wir zu enttäuscht sind und denken es gäbe diesen heiligen Weg nicht.

Das Thema Studiengebühren ist in mein Leben zurückgekommen - ich mag mich einsetzen, da es ungerecht ist, auf Kosten der Inovation kommender Generationen die Haushaltslöcher, auf welche wir keinen Einfluß gehabt haben zu stopfen.
Wir können nicht den Leuten nehmen, die morgen geben wollen! Jede Art von Abhängigkeit möchte ich hierbei vermeiden, wenn die Stunde eben noch nicht gekommen ist muß man warten und darf nicht minderprofessionell losziehen.


04.11.2003
Neustart

Die Welt stürzt auf mich ein, wieder habe ich einmal die Möglichkeit Kontrolle zu beweisen. Es geht hier um das Bewußtsein sich nicht selbst zu betrügen - schon lange kämpfe ich damit.
Irgendwie wird jetzt gerade vieles anders, neue Menschen geben mir Kräfte und bestreiten mit mir den Weg. Da ich fühle das auch ich ihnen etwas bieten kann, muss es gerecht sein, ein Teilziel ist erfüllt.
Kleine Worte können ungewollt Stimmungen erzeugen. Dank den Lieben, welche Kraft für Ehrlichkeit aufwenden und mich darauf hinweisen.

Viele Träume sind verrückt, sicher - doch kann ich so oder so nur einen kleinen Teil fertigbringen, man nehme sich nicht zu viel vor...

Wer nicht ständig gibt wird selten ernten.
















November
2003